Nachhaltig aus Überzeugung

Mit Seewasser gekühlt: der modernisierte Hauptsitz der Zürcher Kantonalbank

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Seewasser für die Kühlung, Warmwasser aus dem Serverraum. Das Ganze kombiniert mit einem hohen Anteil ökologischer und regionaler Materialien. Mal ehrlich: Hätten Sie dabei an den Hauptsitz einer Kantonalbank gedacht? Vielleicht nicht. Aber genauso präsentiert die Zürcher Kantonalbank seit August 2015 ihren komplett modernisierten Hauptsitz an der Zürcher Bahnhofstrasse.


Behaglichkeit, Nutzungsvielfalt und Denkmalschutz

Beim Umbau des Hauptsitzes legte die Zürcher Kantonalbank höchsten Wert auf Funktionalität, Behaglichkeit, Nutzungsvielfalt, Nachhaltigkeit und auch Denkmalschutz. Das Kernstück bildet die neu gestaltete, grosszügige Kundenhalle. Wer sie betritt, wird persönlich empfangen und je nach Anliegen zu einem Service-Desk, an einen der zwölf Automaten oder in eines der rund vierzig Beratungszimmer geleitet.  


1'000 Tonnen CO2 weniger pro Jahr

«Mit dem Umbau konnten wir unseren ökologischen Fussabdruck stark verbessern», erklärt Martin Hirni, Leiter Immobilien der Zürcher Kantonalbank. Die neue Seewasser-Wärmepumpe reduzierte den CO2-Ausstoss gegenüber der bisherigen Öl-/Gasheizung um rund 1’000 Tonnen pro Jahr. Ebenso gelang es durch den konsequenten Einsatz von LED, den Energieverbrauch massgeblich zu senken.

Aber warum der Aufwand? «Zentraler Bestandteil unseres Leistungsauftrags ist es, eine umweltverträgliche Entwicklung im Kanton Zürich zu unterstützen. Hier sind wir der Zürcher Bevölkerung und Wirtschaft verpflichtet. Deshalb setzen wir uns seit vielen Jahren aus Überzeugung für die Nachhaltigkeit ein, unter anderem im eigenen Betrieb», beschreibt Martin Hirni die Beweggründe für den Minergie-Umbau.

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Martin Hirni, Leiter Immobilien der Zürcher Kantonalbank


Ehrgeizige Ziele: Alle Neubauten nach Minergie

Der CO2-Fussabdruck der Zürcher Kantonalbank zeigt, dass über die Hälfte der CO2-Emissionen auf Gebäudeenergie – sprich auf Heizenergie- und Stromverbrauch – zurückzuführen sind. Hier setzt die Bank mit ihren betrieblichen Umweltzielen an: «Seit 2010 konnten wir unseren CO2-Ausstoss bereits um mehr als ein Drittel senken. Bis 2022 wollen wir diesen um weitere 15 Prozent gegenüber 2016 reduzieren», beschreibt der Leiter Immobilien. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Bank ein umfassendes Massnahmenpaket definiert. «Dazu gehört unter anderem, dass wir bei grösseren Neubauten seit 2015 nach dem Minergie-Standard bauen, auch bei allen Umbauten prüfen wir dessen Einsatz», beschreibt Martin Hirni.    


Gemeinsam mit Minergie Gebäudestandards überarbeitet

«Wir sind seit 1998 Leading-Partnerin des Vereins Minergie. Jährlich entwickeln wir gemeinsam unsere Nachhaltigkeitsleistungen weiter. Minergie hat beispielsweise unsere eigenen Richtlinien und Standards der Gebäudetechnik analysiert. Wir erhielten wertvolle Tipps zur Verbesserung der Nachhaltigkeit, die wir nun umsetzen. Wir wollen mit unserem Wissen in diesem Bereich auf dem aktuellsten Stand sein.»  


Auch Kunden zu nachhaltigem Bauen motivieren

Diese persönliche Überzeugung vom nachhaltigen Bauen möchte die Zürcher Kantonalbank auch an ihre Kunden weitergeben und fördert deshalb nachhaltige Bauprojekte: Minergie-zertifizierte Liegenschaften berechtigen ihre Kundinnen und Kunden zum Bezug des ZKB Umweltdarlehens mit vergünstigten Konditionen. So fördert die Zürcher Kantonalbank gemeinsam mit Minergie eine umweltverträgliche Entwicklung der Immobilien im Wirtschaftsraum Zürich.

     

Daten und Fakten  

  • Minergie-Nr.: ZH-7423
  • Dauer des Umbaus: 4 Jahre
  • Anzahl Mitarbeitende im Gebäude: Rund 800
  • Gekühlt und geheizt wird der umgebaute Hauptsitz durch eine Seewasser-Wärmepumpe. Damit können 70-80% des Kühlenergiebedarfs direkt durch das Seewasser abgedeckt werden (Freecooling).
  • Zur Erwärmung des Brauchwassers wird auch die Wärme aus den Serverräumen genutzt
  • Beleuchtung: ausschliesslich LED-Technologie
  • Strombedarf: 100% Ökostrom der Qualität „naturemade star“
  • Die Gebäudehülle wurde um 23% besser gedämmt, als dies gesetzlich vorgeschrieben ist
  • Wo möglich sind Minergie-ECO taugliche und regionale Materialien eingesetzt