Minergie hat mehr Einwohner als Zürich

Rund 630'000 Menschen leben in Minergie-Häusern – sei es in einem selbst erbauten Einfamilienhaus, in einem Mehrfamilienhaus zur Miete, als Besitzer einer Eigentumswohnung oder in einer Doppelhaushälfte.

630'000, das sind weit mehr, als die Einwohner von Zürich mit rund 400'000. Alle diese Minergie-Bewohner unterstützen die Idee des energieeffizienten Bauens und Wohnens und tragen so ihren Teil zur Nachhaltigkeit bei.


Minergie-Gebäude entdecken

Flexibel und Gesund - Minergie in Spitälern

<?php echo $altTxt; ?>

Spitäler sind komplexe Bauwerke. Das Wohl der Patienten und optimale Abläufe stehen an erster Stelle. Spielen Minergie-Anforderungen dabei überhaupt eine Rolle? Ja – das zeigen prominente Beispiele wie das neue Bettenhaus des Zürcher Stadtspitals Triemli, verschiedene Gebäude des Berner Inselspitals oder das geplante Kantonsspital Uri. Zusammen mit zahlreichen Alters- und Pflegeheimen sind über 150 Spitalgebäude in der Schweiz Minergie-zertifiziert.  

Leuchtturmprojekt: Kantonsspital Münsterlingen Minergie-P

Das Kantonsspital Münsterlingen ist mit seiner Minergie-P Zertifizierung eines der zukunftsweisenden Spitäler. Bei laufendem Betrieb entstand in rund fünf Jahren ein Neubau und bestehende Gebäude aus den 70er Jahren wurden modernisiert.  

Gegründet wurde das Kantonsspital bereits 1840 in einem Benediktinerinnen-Kloster. Die ursprüngliche Anlage blieb erhalten und erfuhr mehrere Erweiterungen. Der Neubau «3i» bietet nun Raum für zehn OPs, eine Intensivstation, die Ambulanz und die zentrale Sterilgutversorgungsanlage für den Kanton Thurgau.    

Ein energieeffizientes Spital ist keine einfache Aufgabe

Dr. Marc Kohler, CEO Spital Thurgau AG, erklärt die Beweggründe für die Minergie-P Zertifizierung: «Die Spital Thurgau soll und will im Kanton möglichst breit eine Vorreiterrolle übernehmen. Das gilt auch für die Energieeffizienz bei Neubauprojekten.» Bei den speziellen Bedürfnissen eines Spitals sei das jedoch nicht ganz einfach gewesen: «Im Projekt 3i haben wir die Operations- und Intensivpflegestationen (OPS und IPS), Zentralsterilisation und Teile der Sprechstundenräume neu gebaut. Im Kernbereich OPS und IPS ist die effiziente Energienutzung aber sicher nicht das zentrale Thema – für die Patientinnen und Patienten geht es nur um medizinische Qualität und Sicherheit. Diese Räume sind aufgrund ihrer Nutzung allein nicht fähig für den Minergie-P-Standard. Unter Einbezug weiterer Spitalräumlichkeiten (Bettenstationen, etc.) war es möglich, diesen Level zu erreichen.»    

Das Münsterlinger Spital ist der erste reine Spitalbau der Schweiz nach Minergie-P: Die Gebäudehülle des Neubaus ist hochwertig gedämmt, die Haustechnik energetisch optimiert. Geheizt wird vollständig durch Prozessabwärme, gekühlt mit Seewasser und die Photovoltaikanlage deckt rund 95 Prozent des Strombedarfes für die Wärme- und Kälteerzeugung.   

Leuchtturmprojekt: Bürgerspital Solothurn Minergie-ECO

Eine Glasfassade, viel Tageslicht und nur wenig tragende Wände, dafür eine Stützkonstruktion - diese Aspekte erlauben dem neuen Bettenhaus des Bürgerspitals Solothurn eine optimale Atmosphäre für die Patienten und Mitarbeitenden. Zudem bieten sie viel flexible Raumgestaltung. Noch ist der Bau nicht fertig. Doch die Vorfreude unter den Mitarbeitenden steigt schon jetzt: «Es lässt sich erahnen, wie es sich anfühlen wird, hier zu arbeiten», freut sich Urs Studer, Verantwortlicher für die Infrastruktur im Bürgerspital, in einem Interview mit der Solothurner Zeitung.  

Viel natürliches Licht für Mitarbeitende und Patienten

Eine Besonderheit wird die markante Fassade sein: Sie sorgt mit fixen, hervorspringenden Elementen für ausreichend Licht und Schatten in den 139 Patientenzimmern, die alle entlang der Fensterfronten angeordnet sind. Schliesslich ist das Sonnenlicht ein wichtiger Faktor für das Wohlergehen der Patienten.    

Die optimale Nutzung des Tageslichtes ist denn auch eine Anforderung der ECO-Auszeichnung, für die man sich ganz bewusst entschieden habe. Ein weiterer wichtiger Faktor: Für die Auszeichnung mit Minergie-ECO ist eine einfache Um- und Rückbaufähigkeit gefordert. Das spielt den Spitalbauern in die Karten, denn auch für sie sind flexible Strukturen wichtig, um die Räume schnell und kostengünstig an neue Bedürfnisse anzupassen, etwa neue Medizintechnik oder Behandlungsverfahren.     

Geplant flexibel

Die Bereiche für Patienten, Büros und Haustechnik sind in Solothurn klar voneinander getrennt. «Das erleichtert nicht nur die einzelnen Abläufe, sondern erlaubt auch später eventuell nötige Umnutzungen und sorgt für kostengünstige Unterhaltsarbeiten», erläutert Alfredo Pergola, Gesamtprojektleiter des kantonalen Hochbauamts, gegenüber dem Gesundheitsmagazin impuls. So werde über den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes ein optimales Kosten-Nutzen-Verhältnis erreicht. 

Erstes Minergie-ECO-Spital

Beim Solothurner Bürgerspital hat man bereits beim Bau auf strenge Gesundheitsrichtlinien geachtet. Zudem wird beispielsweise durch Recyclingbeton – eine weitere Anforderung von Minergie-ECO – der Anteil der Grauen Energie gesenkt. Der Neubau ist das erste Spital der Schweiz nach den neuen Minergie-ECO Anforderungen. Schadstoffe müssen draussen bleiben: «Bettenhäuser gab es schon in Minergie-ECO, aber Behandlungsräume konnten nicht zertifiziert werden, da die flüchtigen Stoffe in gewissen Oberflächen nicht zulässig sind. Da wir aber sowohl Behandlungs- als auch Bettenzimmer bauen, wollten wir beides zertifizieren», sagt Projektleiter Alfredo Pergola im Baublatt vom 9. Juni 2017. In enger Zusammenarbeit konnten Minergie und das Hochbauamt gemeinsame Lösungen finden. 

Nicht Heizen, sondern Kühlen als Herausforderung

Bei der Minergie-ECO Auszeichnung wird viel Wert auf die Nutzung von Prozessenergie gelegt. So wird das gesamte Gebäude mit erneuerbaren Energien geheizt. Die Herausforderung stellte sich aber an anderer Stelle: «Uns war von Anfang an klar, dass nicht das Heizen mit Wärmepumpen für die erforderlichen Leistungen massgebend sein wird, sondern eher das Kühlen des Gebäudes», erklärt Pergola im selben Baublatt-Artikel. Dies wird mit Aarewasser erfolgen.          

Noch einen draufgesetzt: Inselspital Bern mit Minergie-P-ECO

Das Berner Inselspital setzt sogar noch einen oben drauf und strebt eine Minergie-P-ECO Zertifizierung an. Damit wird es zum Pionierprojekt. Einen höheren Minergie-Baustandard weist bisher kein anderer Spitalbau auf.  

Weitere Spitäler mit Minergie-Zertifizierung:

-       Bettenhaus Zürcher Stadtspital Triemli (Minergie-P-ECO)

-       Kantonsspital Uri (in Planung, provisorische Zertifizierung: Minergie-P-ECO) 


Pollengeplagt im Frühling?

<?php echo $altTxt; ?>

Etwa 20 Prozent der Schweizer leiden an Heuschnupfen – für sie ist eine gesunde Raumluft besonders wichtig.

Haaatschi! Gesundheit!
So leben auch Allergiker beschwerdefrei

Laut Allergiezentrum Schweiz leiden rund 1,2 Millionen Menschen in der Schweiz unter Heuschnupfen. Das sind etwa 20 Prozent der Bevölkerung. Sie alle kennen das Problem im Frühling: Tagsüber Nies-Attacken und tränende Augen und selbst nachts kommt man kaum zur Ruhe. Da gibt es nur wenig Alternativen: Entweder die Fenster geschlossen halten und im stickigen Zimmer bleiben oder bei offenem Fenster Frischluft hereinlassen und dafür den erholsamen Schlaf riskieren.

Frischluft ist wichtig für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden

Dass auch Allergiker nicht auf Frischluft verzichten möchten, ist klar. «Abhilfe schafft da eine komfortable Wohnraumlüftung. Sie garantiert eine permanent hohe Luftqualität, ohne dass man dafür die Fenster öffnen muss. Gefilterte Aussenluft strömt in die Wohnräume, während die verbrauchte und feuchte Luft nach aussen abgeführt wird.» erklärt Jaroslav Kotwinski, Lüftungsexperte bei der Firma Zehnder. Das bedeutet: Keine Chance für Heuschnupfen. «Unsere Komfortlüftungsgeräte beispielsweise enthalten einen Feinstaubfilter. Dieser fängt Blütenpollen und Feinstaub ab und Allergiker können aufatmen», erklärt Kotwinski.

Aber auch für Nichtallergiker sei gesunde Raumluft wichtig. «Schliesslich verbringen wir 90 Prozent unseres Lebens in geschlossenen Räumen», gibt der Lüftungsexperte zu bedenken. Schlechte Raumluft kann also auch bei einem gesunden Menschen auf Dauer zu Atemwegserkrankungen und schlechtem Schlaf führen. «Eine gesteuerte Raumlüftung hat den Vorteil, dass man sich nicht um sie kümmern muss – sofern sie richtig geplant, installiert, in Betrieb gesetzt und gewartet ist. Sie sorgt für weniger CO2, Schadstoffe, Staub, Pollen und flüchtige organische Verbindungen (VOC).»

Der Schlüssel zu gesunder Raumluft

Bei Allergikern ist das natürlich besonders wichtig. Den Schlüssel zu gesünderer Raumluft kann Jaroslav Kotwinski in wenigen Punkten zusammenfassen: «Das Geheimnis liegt in einer Kombination aus effizientem Lüftungsgerät, Enthalpietauscher, Feinstaubfiltern und durchdachter Luftverteilung. So ist eine kontinuierliche Versorgung mit frischer Luft sichergestellt. Das mildert Atemwegserkrankungen und hilft, weitere Gesundheitsrisiken zu vermeiden. Die Bildung von Schimmelpilz kann verhindert werden und Aussenschadstoffe bleiben grösstenteils draussen.»

Wichtiger zusätzlicher Effekt, der nicht nur für Allergiker interessant ist: Eine kontrollierte Raumlüftung sorgt auch für optimale Luftfeuchtigkeit und reduziert den von aussen eintretenden Lärm, da die Fenster geschlossen bleiben können. «Mit guter Luft und weniger Aussenlärm können wir besser schlafen, sind ausgeruhter und insgesamt einfach vitaler», so der Frischluft-Experte.

Einfach nachrüsten

«Auch Allergiker, die zwar schon ein Lüftungssystem in der Wohnung haben, aber noch nicht über einen Pollenfilter verfügen, können das Filtergehäuse ganz einfach nachrüsten und mit den passenden Filtern bestücken.», erklärt der Zehnder Lüftungsexperte.

Damit die Filter optimal arbeiten können, empfiehlt er eine regelmässige Kontrolle: «Alle sechs Monate sollten Sie den Filter prüfen und wenn nötig austauschen.» Die Filter erhält man einfach per Online-Shop oder bei Zehnder sogar als Filter-Abo. In regelmässigen, grösseren Abständen sollte ein Fachmann die Anlage kontrollieren. 

<?php echo $altTxt; ?>

Eine komfortable Wohnraumlüftung haben sich bei Minergie-Bauten in besonderem Masse bewährt. Zehnder ist der Minergie Leadingpartner im Bereich Lüftungen.


Weitere Infos im Erklärvideo von Zehnder sowie unter: https://www.zehnder-systems.ch/de/produkte-und-systeme/komfortable-raumlueftung/nutzen-und-Vorteile



Interview Finanzierung

Kann ich mir das leisten?

Das fragen sich vermutlich die meisten, wenn sie mit dem Gedanken an ein Eigenheim spielen. Ob Neubau oder Kauf eines bestehenden Objektes, macht dabei kaum einen Unterschied, weiss Finanzierungsexperte Martin Loosli von der Zürcher Kantonalbank. Auch beim Modernisieren ist die Finanzierung ein Thema. Im Interview verrät der Leiter Produktmanagement Bilanz- und Geldverkehrsgeschäft bei der Zürcher Kantonalbank, auf was bei einer Eigenheim-Finanzierung zu achten ist und wo die Fallstricke liegen. 

<?php echo $altTxt; ?>

Seit mehr als 20 Jahren arbeitet Martin Loosli bei der Zürcher Kantonalbank, seit 2008 als Leiter Produktmanagement Bilanz- und Geldverkehrsgeschäft. 

Herr Loosli, nehmen wir an, ich möchte ein Haus bauen. Wie gehe ich die Finanzierung an? Was muss ich zuerst tun?

Wir empfehlen den angehenden Eigenheimbesitzern, als erstes ein Gespräch mit ihrer Bank zu vereinbaren – und zwar noch bevor sie sich auf die Suche nach Objekten machen oder gar solche besichtigen. Wichtig zu Beginn ist, die Ansprüche und Wünsche zu klären: Soll es ein Haus sein, eine Wohnung, in der Stadt oder auf dem Land, möchten Sie einen Neubau oder eine bestehende Immobilie? Zudem gilt es zu klären, wieviel das zukünftige Eigenheim kosten darf resp. welchen finanziellen Spielraum die angehenden Besitzer für den Kauf Ihres Eigenheimes haben. 

Worum geht es im Erstgespräch?

Beim Erstgespräch klären wir zusammen mit den Kunden die eben erwähnten Bedürfnisse und Ansprüche an ein zukünftiges Eigenheim. Dabei sprechen wir auch das Thema Nachhaltigkeit und Energieeffizienz an. Angesichts der aktuellen Diskussionen rund um den nachhaltigen Einsatz der Ressourcen wird dieses Thema zukünftig an Bedeutung gewinnen und kann auch einen Einfluss auf die Wertentwicklung der Immobilie haben.

Weiter besprechen wir die finanziellen Möglichkeiten der Kunden für den Erwerb eines Eigenheims und zeigen ihnen die langfristigen finanziellen Auswirkungen eines Eigenheimkaufs auf. Die Kunden sollen Sicherheit und Freude am Eigenheim haben können. Dazu gehört auch zu wissen, welche Verpflichtungen man mit dem Kauf eines Eigenheims eingeht.

Welche Voraussetzungen brauche ich für eine Finanzierung?

Wie hoch der Kaufpreis für das Einfamilienhaus oder die Eigentumswohnung maximal sein darf, hängt vom vorhandenen Eigenkapital und Einkommen ab.

Bezüglich Eigenkapital lautet die Finanzierungsformel 80 zu 20. Das heisst, dass 80 Prozent des Kaufpreises von der Bank in Form einer Hypothek geliehen werden können. Dagegen sind bei selbstbewohntem Wohneigentum mindestens 20 Prozent des Kaufpreises aus eigenen Mitteln zu finanzieren.

Bezüglich Einkommen analysieren wir, ob sich die Kunden die Liegenschaft mit Blick auf alle anfallenden Kosten langfristig leisten können. Die gesamten Wohnkosten sollten nicht mehr als ein Drittel des Einkommens ausmachen. Bei einem Eigenheim lassen sich die Wohnkosten aus dem Hypothekarzins, den zu leistenden Amortisationen sowie den Neben- und Unterhaltskosten berechnen.

Für die Berechnung des Hypothekarzinses wird nicht der effektive Zinssatz sondern ein kalkulatorischer Wert von 5 Prozent berücksichtigt, damit die Tragbarkeit auch bei einem künftigen Zinsanstieg gewährleistet ist. Die Amortisationszahlungen müssen so festgelegt sein, dass eine Hypothek grundsätzlich innert 15 Jahren auf zwei Drittel des Kaufpreises reduziert wird. Die Neben- und Unterhaltskosten werden mit 1 Prozent des Kaufpreises einkalkuliert.

Da jeder neue Eigenheimbesitzer eigene Voraussetzungen mitbringt, beraten und prüfen wir die Situation jedes Kunden individuell. 

Wie geht es dann weiter?

Wenn die passende Wunschimmobilie gefunden ist, gilt es den Traum auf eine solide Basis zu stellen. Dazu unterstützen wir die Kunden bei der Beurteilung des Kaufpreises der Liegenschaft, der Verkaufsdokumentation sowie der weiteren Objektunterlagen. So ist zum Beispiel wichtig, dass beim Kauf einer Eigentumswohnung sichergestellt ist, dass der Erneuerungsfonds (durch die Stockwerkeigentümer-Gemeinschaft angesparte Mittel für künftige Renovationsarbeiten an gemeinsam genutzten Teilen der Liegenschaft wie z.B. Gebäudehülle, Treppenhaus, Zugangswege usw.) ausreichend geäufnet ist.

In einem nächsten Schritt suchen wir gemeinsam mit den Kunden die optimale Finanzierungsvariante und beantworten dabei die Frage, wieviel und welche Eigenmittel für den Eigenheimkauf am besten eingesetzt werden sollen. Dabei zeigen wir die Chancen und Risiken der verschiedenen Varianten auf – inkl. der steuerlichen Auswirkungen, der Risikoabsicherung (z.B. im Todesfall) und der Konsequenzen auf die Vorsorgesituation.

Nach positiver Prüfung der gewünschten Finanzierungsvariante steht dem Eigenheimkauf nichts mehr im Weg.

Handelt es sich beim neuen Eigenheim um ein nachweislich energieeffizientes Gebäude (z.B. ein Minergiehaus) übernimmt die Zürcher Kantonalbank die Zertifikatskosten und gewährt mit dem ZKB Umweltdarlehen einen Zinsabschlag von bis zu 0.8 Prozent. 

Begriffserklärung

Kredit: Oberbegriff für geliehenes Geld.

Hypotheken: Ein mit einem Grundstück/einer Immobilie als Sicherheit besicherter Kredit. 

Baufinanzierung: Spezielle Kreditart, die vorwiegend zur Finanzierung von Neu- oder umfassenden Umbauten mit einer gestaffelten Hypothekarauszahlung angewendet wird

Baukredit: Anwendung vorwiegend für Bauprojekt-Finanzierung von grösseren Projekten.


Welche Rolle spielt die Grösse des Objektes?

Die Grösse eines Eigenheimes kann ein wichtiges Kriterium bei der Bewertung einer Liegenschaft sein. So sprechen ausserordentlich grosse (z.B. Luxusobjekte) oder auch sehr kleine Liegenschaften eher einen eingeschränkten Käuferkreis an. Das kann die Verkäuflichkeit erschweren und sich negativ auf einen allfälligen Wiederverkaufswert auswirken. So kann unsere Schätzung tiefer ausfallen als jene des Verkäufers oder eines Architekten und es wird mehr Eigenkapital für den Kauf benötigt.  

Wo liegen die Fallstricke bei einer Finanzierung? Worauf sollten die künftigen Eigenheimbesitzer achten?

Es kann passieren, dass man sich Hals über Kopf in ein Objekt verliebt. Hier ist es wichtig, sich nicht zu einem Spontankauf zu einem allenfalls überhöhten Preis verleiten zu lassen. Ein Eigenheimkauf bedeutet eine sehr hohe und langfristige Investition. Deshalb ist der Beizug eines professionellen und vertrauensvollen Finanzierungspartners mit langjähriger Erfahrung äusserst wertvoll.

Auf www.zkb.ch/rund-ums-eigenheim finden Sie weitere Tipps und Tricks für den Weg zum Eigenheim. 

Welche «dos und don’ts» gibt es noch?

Wir raten unseren Kunden, sich nicht von den aktuell sehr günstigen Hypothekarzinsen blenden zu lassen. Die dadurch historisch tiefen Wohnkosten schaffen finanziellen Spielraum und wir empfehlen, diesen auch für die frühzeitige Amortisation der Hypothek einzusetzen. So belastet ein zukünftiger Zinsanstieg das Haushaltsbudget weniger.

Ebenfalls interessieren sich viele Kunden aufgrund des tiefen Zinsniveaus für langjährige Hypotheken mit der Absicht, langfristig vom attraktiven Zinsniveau profitieren zu können. Das Risiko ist jedoch, dass eine langjährige Hypothek den Handlungsspielraum bei einem Verkauf der Liegenschaft einschränkt. Denn entweder muss die laufende Hypothek vom Käufer übernommen werden oder es fallen möglicherweise hohe Kosten für eine vorzeitige Rückzahlung der Hypothek an. Laufzeiten über 10 Jahre sollten deshalb sehr gut überlegt sein.

Auch wenn es aktuell verlockend günstig und unkompliziert ist, sein Eigenheim z.B. mit nur einer zehnjährigen Festhypothek zu finanzieren, empfehlen wir unseren Kunden die Finanzierung auf verschiedenen Tranchen zu verteilen. Dadurch muss der Kunde nicht die gesamte Hypothek zu einem Zeitpunkt neu refinanzieren, sondern kann die Refinanzierung über mehrere Zeitpunkte und somit auch in unterschiedlichen Zinsniveaus verlängern. Das Risiko einer einschneidenden und plötzlichen Zinserhöhung kann so reduziert werden.

Mit dem Einzug in die eigenen vier Wände kommen zusätzliche Fragen auf wie: Wie können sie sich selbst, die Familie und das neue Zuhause optimal gegen Risiken absichern? Wie muss ich das neue Eigenheim und Renovations- oder Unterhaltskosten in der Steuererklärung abbilden und was kann ich hier optimieren? Wir empfehlen auch hier, die Antworten auf diese und weitere Fragen zusammen mit einem versierten Partner zu beantworten. Gerne beraten wir unsere Kunden kompetent in sämtlichen Themen wie Steuern, Vorsorge und Nachfolge.